Das Leben als Domina

Ja, ich weiß, es ist eher untypisch, als Domina über sein Privatleben zu sprechen. Dennoch bin ich an einem Punkt angelangt, an dem es für mich wichtig ist, einige Dinge auch einmal öffentlich anzusprechen und da gehört mein Privatleben nun einmal zu. 

Vorwort: 

Mir ist durchaus bewusst, dass viele von uns das leidige Corona Thema nicht mehr hören können und vor allem auch nicht wollen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle mit einigen Dingen aufräumen, weswegen unter anderem das Thema Corona eine große Rolle spielen wird, mein Leben als Beispiel und noch ganz viele andere Aspekte. Allerdings ist es mir auch wichtig direkt klarzustellen, dass es mir weder um Mitleid geht, noch das ich mich öffentlich ausheulen möchte. Dennoch wird sich sicherlich der eine oder andere sentimentale oder emotionale Satz nicht vollständig vermeiden lassen. Es wird um öffentliche Ansichten gehen, Politik und noch einiges mehr. 

Besonders wichtig ist es mir allerdings zu betonen, dass diese Kolumne ein Herzensanliegen von mir ist, da ich der Meinung bin, dass ich immer noch ein selbst bestimmter Mensch bin, der nicht nickend alles über sich ergehen lassen muss. Darum würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir helft, sie zu verbreiten. 

Dafür schon einmal meinen herzlichen Dank. 

Worum es überhaupt geht: 

In dieser Kolumne soll es gleich um mehrere Faktoren gehen, die mir persönlich sehr wichtig sind und darum werde ich versuchen, so oft wie möglich, einen neuen Beitrag zu veröffentlichen. Den Anstoß diese Kolumne zu schreiben und zu veröffentlichen kam kurz vor dem 2. Lockdown. Denn das Internet wurde geradezu mit Statistiken überschwemmt, wie gering die Ansteckungsgefahr in Bars, Restaurants, Sportstätten, Kinos und so weiter ist. Nur über unsere Branche verliert niemand auch nur ein Wort, da wir das ungeliebte Kind der Öffentlichkeit sind. Das es sich dabei nicht nur um eine These von mir handelt, sondern um eine Tatsache, hätte ich gerne mit dem Tweet einer Politikerin gestützt, den sie aber offensichtlich wieder gelöscht hat. Unten angefügt, könnt ihr nur noch meine Reaktion auf diesen lesen. 

Aber auch wenn ich diesen Nachweis gerade nicht erbringen kann, so sind wir uns sicherlich alle über den Punkt einig, dass niemand gerne öffentlich über unsere Branche spricht. Gerade in den Medien hört man immer wieder davon, wie schlimm die Situation für Barbetreiber etc. gerade ist. Doch auch hier spricht wieder niemand über uns. 

Eine Tatsache, die mir persönlich sehr nahe geht, denn auch durch das Verschweigen unserer Situation lösen wir uns nicht einfach in Luft auf. Wir sind genauso wie alle anderen von der vollen Härte des Lockdowns betroffen und erfahren sehr wenig Unterstützung, da wir einfach weg ignoriert werden. An eine Berichterstattung über unsere Situation ist gar nicht zu denken und damit spreche ich nicht nur von uns Dominas. Es gibt noch genügend andere Bereiche, die mit uns im selben Boot sitzen. Denn gibt es zum Beispiel viele Fotografen, welche sich auf den Fetisch-Bereich spezialisiert haben. Doch wenn die Damen nicht mehr arbeiten dürfen, benötigen sich auch keine neuen Bilder. Ebenfalls hängen Fetischläden für entsprechendes Equipment und Kleidung mit drin, Veranstalter für derartige Partys, Menschen die Workshops für diesen Bereich anbieten und so weiter. Die Liste könnte endlos werden. 

Wir lernen also daraus, wenn die Sender nichts zu berichten haben und Einschaltquoten benötigt werden, sind sogenannte Sexworker immer gerne gesehen für entsprechende Reportagen. Der Satz „Sex Sales“ kommt schließlich nicht von ungefähr. Das aber Tausende von Menschen aus dieser Branche unter den aktuellen Auswirkungen des Lockdowns leiden, darüber berichtet niemand. 

Da ich aber auch nicht mehr wegsehen kann, werde ich nun meine Situation und vor allem auch meine Person dafür nutzen, die Thematik hoffentlich etwas näher an die Öffentlichkeit zu bringen. Denn entgegen der leider oftmals vorbelasteten Meinung vieler Menschen bin ich ein ganz normaler Mensch wie jeder andere auch, weswegen ich euch beim nächsten Mal näher erläutern werde, wer ich überhaupt bin. 

Der Beitrag von Lady Lucy gelesen: 

Anmerkung: 

Ich freue mich sehr über eure Ideen, Vorschläge und Feedback. Dafür erreicht ihr mich sehr gerne über meine Mailadresse ladylucy88@outlook.de Wer mich unterstützen möchte, kann dies sehr gerne, indem er/sie meine Beiträge in den sozialen Medien teilt. Vielen Dank.